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Sebastian Münzer

Heidelberger müssen nicht unbedingt in Heidelberg geboren sein, wir lassen da mit uns reden. Nehmen wir zum Beispiel Sebastian Münster, 1488 in Ingelheim am Rhein zur Welt gekommen und in der Heidelberger Stadthalle als berühmter Sohn der Stadt gewürdigt (siehe Bild).

Von einem der daheimblieb, die Welt zu entdecken

Zu recht, denn sein Hauptwerk, die populäre und in viele Sprachen übersetzte Cosmographia (hier die Originalsausgabe), war nichts weniger als „eine Beschreibung der ganzen Welt mit allem, was darinnen ist“. Es war die erste wissenschaftliche – und zugleich allgemein verständliche – Weltbeschreibung in deutscher Sprache, an der er mit mehr als 120 „Standespersonen, Gelehrten und Künstlern“  rund zwanzig Jahren gearbeitet hatte.

Nach dem Studium in Heidelberg trat er 1505 (das Jahr, in dem Leonardo da Vinci die Mona Lisa vollendete und Albrecht Dürer nach Venedig pilgerte) mit 17 Jahren der Straßburger Franziskanerprovinz bei. Der außergewöhnlich sprachbegabte Student studierte anschliessend anschliessend in Löwen und Freiburg, wo ihn sein Lehrer Gregor Reisch für Hebräisch und Geographie begeisterte.

Für die Älteren unter uns war er durchaus begehrenswert, den sein Konterfei zierte den legendären Hundertmarkschein und in Hometown Heidelberg ist ihm Sebastian-Münzer-Brunnen gewidmet. Und noch ein Blick auf unser geliebtes Schloss vor der Zerstörung, wie es Sebastian Münzer sah:

1521 wechselte Münzer von Basel nach Heidelberg (Bild unten: Hohe Schul zu Heydelberg), wo er 1524 die Professur für Hebraistik antrat. In diese Epoche fällt das Erscheinen einiger seiner wichtigsten semitistischen Werke: Eine ausführliche hebräische Grammatik (Institutiones grammaticae in Hebraeam linguam, Basel 152) und die ausführliche aramäische Grammatik (Chaldaica Grammatica, Basel 1527). Ein Heidelberger, von dem wir was lernen können …

1598, die britische Hauptstadt vor dem Brexit und aus der Perspektive von Sebastian Münzer: Londen oder Lunden die Hauptstatt in Engellandt am fluss Thamesis gelegen auff das aller fleissigste nach jetziger gelenheit abcontrafehtet.

Die hohe Kunst des Buchdrucks (vor 500 Jahren) – hält bewiesenermassen länger als jedes digitale Speichermedium …

Bilder: Wikipedia

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