Magic Eyes II – Ralph Schmerberg

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Weiter mit den Magic Eyes: Ralph Schmerberg. Unverwechselbarer Blick auf die Welt, charakteristische Kamera, ein schillernder Zeitgenosse – und eine interessante persönliche Entwicklung.

Ralph Schmerberg

Ob all das damit zusammenhängt, dass Ralph Schmerberg bereits mit 18 Jahren nach Poona (Bhagwan) und später nach Oregon pilgerte? 1987 ging es jedenfalls zurück nach Stuttgart, wo er als Fotograf anfing und eine steile Kurve in der Werbung hinlegte. Ende der Neunziger dann der Umzug nach Berlin (Happy Trigger Productions). Wikipedia zufolge startete er 2006 „das Projekt Dropping Knowledge, das über unterschiedliche Medienformate und Publikationswege hinweg sowie dem bisher größten Round Table der Welt, dem Table of free voices, der am 9. Oktober 2006 auf dem Berliner Bebelplatz stattfand, die übergeordnete Frage stellt: „Who are we in the 21st century?“ und „Can asking questions change the world?“ Daraus entstand der Spielfilm Problema. Gleichzeitig bildete sich aus der Zusammenarbeit die „Mindpirates“,[7] eine Gruppe, die sich mit Aspekten der zeitgenössischen Kultur, Soziologie und Ökologie beschäftigt.“

Ralph Schmerberg hat eine Reihe herausragender Commercials gedreht (hier mein all time favorite: FIAT), als Regisseur bemerkenswerter Clips für Fanta 4 abgeliefert (behind the scenes von genial: Michi Beck in Hell) und jetzt in sozialer und aufklärerischer Mission unterwegs. Er würde es wahrscheinlich anders formulieren, aber sei´s drum:

Worum es hier geht? Letztlich um die Frage, ob Bilder eine Realität abbilden, oder Bilder Realitäten schaffen. Oder ob beides zugleich passiert. Warum Lernvideos in der Regel so lieblos gedreht, ästhetisch unterirdisch und uninspiriert sind. Wie das Intranet, in denen sie verschimmeln. Dass jeder mit einem Handy drehen kann, macht es meist auch nicht besser. Warum wird in der Bildung so gespart? Weil HR mehr mit Arbeitsverträgen zu tun hat? Fragen über Fragen!

 

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