Podcasts plus

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Podcasts haben ein grosses Potential. Nicht zuletzt für Lerner und nicht zuletzt dank Smartphones und den vielen, vielen Stunden, die wir in Transitonien verbringen.

Auf dem Weg von x nach y, im Stau oder in der Bahn, die immer länger werdenden Wartezeiten lassen sich sinnvoll und unterhaltsam nutzen: zum Beispiel mit Podcasts. Darauf verwies gerade wieder Karlheinz Pape in seinem Beitrag Podcasts mit großem Potential fürs Lernen: „Dem gesprochenen Wort kann man auch nebenbei folgen, beim Autofahren, in der Bahn, beim Joggen, auf dem Weg zum nächsten Termin, beim Kochen, …. Und auch die Produktion wird deutlich einfacher: Kein Beleuchtungsproblem, kein Kleidungsproblem, keine Suche nach einem passenden Hintergrund – und die Bereitschaft für ein Ton-Interview wird auch leichter zu gewinnen sein, als für ein Video-Interview.

“Audio is one of the most intimate forms of media because you are constantly building your own images of the story in your mind and you’re creating your own production,” Rodero (Emma Rodero, a communications professor at the Pompeu Fabra University in Barcelona) says. “And that of course, is something that you can never get with visual media.”

Volle Zustimmung, plus zwei Ergänzungen: Podcasts ähneln einem Medium, das auf eine lange Geschichte zurück blicken kann: man nennt es Radio. Und es lohnt sich, dessen Erfolgsfaktoren einmal näher zu betrachten. Zum Beispiel Stimulating the Imagination in a Radio Story: The Role of Presentation Structure and the Degree of Involvement of the Listener. Oder Narrative Transportation in Radio Advertising: A Study of the Effects of Dispositional Traits on Mental Transportation. Dazu gehört auch Storytelling, siehe Inside the Podcast Brain: Why Do Audio Stories Captivate?

Einerseits. Und andererseitsa recent study conducted at the University of Waterloo, has shown that people who listen to the narration of a passage, like the audio storytelling found in traditional audiobooks, remember less information, are less interested in the content, and are more likely to daydream than those who read the same book out loud or silently to themselves.“

Anatomie des Ohrs

Abschliessend noch ein Detail, das von Absolute Beginners gern übersehen wird: die Rolle des Klangs, des Sounds und der Soundeffekte. Beginnen wir mit der Stimme: verwenden Sie Mikrofonen mit Kugelcharakteristik, zeichnen Sie die Raumgeräusche auf. Das kann, vor allem wenn Sie zu weit vom Sprecher entfernt sind, einen hohen Anteil Raumhall implizieren. Die Stimme ist dann schwerer verständlich, was viel cerebrale Rechenkapazität kostet und der Zuhörer ermüdet rascher und neigt zum abschalten.

Andererseits sind Raumgeräusche äusserst wichtig für unsere Imagination, das merken Sie schnell, wenn Sie im (Vier- oder Mehrkanal)Studio mit den einzelnen Spuren experimentieren können (siehe See It on a Radio Story: Sound Effects and Shots to Evoked Imagery and Attention on Audio Fiction). Soundeffekte triggern nicht nur unsere Imagination, sie reizen und verknüpfen auch mehr Bereiche im Gehirn miteinander, was man anhand von Brainscans sehr gut sehen kann. Das wiederum hat Auswirkungen auf die Merkfähigkeit und …

Dann können Sie noch die Lateralität der Ohren einbeziehen: was wir über das rechte Ohr hören, landet im linken Teil des Cortex und likes Ohr im rechten Cortex. Die Hemisphärenforschung hat da – selbst abseits der populären Modelle wie links Logos und rechts Unterbewusstes – viel beizutragen – und spätestens wenn Sie mit Kopfhörern arbeiten, stecken Sie mittendrin.

Fazit: Podcasts bauen auf Erfahrungen und Studien auf, deren Kenntnis und Berücksichtigung auch Ihren Podcst noch prägnanter machen können!

P.S.: Was mich für dieses Thema qualifiziert? Jahrelang ein Tonstudio betrieben, Rundfunkwerbung produziert, ich war Mitbegründer des ersten privaten Rundfunkkanals (Radio Regenbogen) und schliesslich für Universal die psychoakustischen Serien Energon, das psychologisch-medizinische Musikprogramm und die geile mentalserie Ich Tu Was Für Mich produziert. Ausserdem findet man auf meiner Uraltseite Musik, Magie & Medizin zahlreiche Beiträge zu psychoakustischen Themen.

 

 

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