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Stanley Kubrik als Pressefotograf #005

Taschen, immer wieder Taschen … bei Taschen erschien 2018 ein Buch über Stanley Kubrick als Pressefotograf, basierend auf einer Ausstellung in NY. Bevor er KinoKlassiker wie Shining, 2001 – Odyssee im Weltraum, Clockwork Orange, Full Metal Jacket, Lolita, Dr. Seltsam oder Wie ich lernte, die Bombe zu lieben drehte, verdingte er sich mit 17 Jahren als Pressefotograf.

Der junge New Yorker streifte er 1945-50 für die Zeitschrift Look mit seiner 35mm Kleinbildkamera, später mit einem Mittelformat durch die Strassen, Clubs und Sportarenen von New York, fotografierte Strassenbilder, Showgirls, Boxer, Artisten, Schauspielerinnen, Pärchen auf der Strasse, Schuhputzer, Kinder, Geschäftsleute und Pendler.

„Für eine Reportage über einen Schuhputzerjungen 1947 machte er 250 Fotos, die in ihrem erzählenden Fluss wie ein Dokumentarfilm daherkommen. „Look“ war angetan von seinen Arbeiten. Sein Stil ist klar und direkt, einfühlsam, ohne kitschig zu sein. Er ist nah und hält doch unbedingt Distanz. Auch diese Kühle lässt sich in den Filmen finden; ähnlich wie im Werk der Coen-Brüder (Quelle, Welt 2018, Holger Kreitling).“

Through a Different Lens

Die Bilder wirken ausgesprochen lebendig: ungewöhnliche Perspektiven, cleverer Bildaufbau und kluge Kompositionen, trotz des Alters eigenwillig in Form und Ausdruck.  Trotzdem war Kubrick meistens „unzufrieden mit seiner Arbeit, spürte die erzählerischen und atmosphärischen Einschränkungen des Mediums Fotografie. Daher drehte er zusätzlich einen fünfzehnminütigen Dokumentarfilm, der seine Bilder gewissermaßen in Bewegung setzte (Quelle: FAZ 2018, Simon Strauss).“

Mich haben sie jedenfalls sofort elektrisiert: Die Einblicke in die späten 40er in New York und Chicago einerseits, andererseits Kubricks Auge für Momente, Form und Komposition. „Das Pathos des Alltags einfangen“ – so lautete der Auftrag, mit dem das „Look“-Magazin seine Fotoreporter in den 40er-Jahren losschickte. Der junge Stanley verstand es, Motive und Figuren zu finden, die genau das auch einlösten Quelle: NDR, Uli Sarrazin.“

Grössere Kopien einiger Bilder finden Sie bei Mashable, Chicago 1949, eine Analyse seiner Fotos hier bei youtube und natürlich das Buch bei Taschen.

 

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